Die Einspeisevergütung ist über die Jahre deutlich gesunken – kein Wunder, dass sich viele fragen, ob sich eine Photovoltaikanlage 2026 überhaupt noch lohnt. Die kurze Antwort: Ja, aber über einen anderen Hebel als früher. Nicht das Einspeisen bringt heute den größten wirtschaftlichen Nutzen, sondern der selbst genutzte Strom.
Wer Solarstrom direkt im Haushalt verbraucht, spart den vollen Strompreis. Dieser liegt deutlich über der Einspeisevergütung. Gleichzeitig sind die Anschaffungskosten für Anlagen in den vergangenen Jahren gesunken. Für die Bewertung zählt daher die Gesamtrechnung, nicht die Einspeisevergütung allein.
Eigenverbrauch schlägt Einspeisung
Selbst genutzter Solarstrom ersetzt den vollen Haushaltsstrompreis und ist damit wirtschaftlich deutlich wertvoller als die Einspeisevergütung.
Die Einspeisevergütung ist gesetzlich garantiert
Für Anlagen mit Inbetriebnahme ab dem 1. August 2026 liegt sie für Dachanlagen bis 10 kWp bei 7,70 ct/kWh (Teileinspeisung) bzw. 12,22 ct/kWh (Volleinspeisung). Der Satz gilt ab Inbetriebnahme 20 Jahre lang fest.
Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme zählt
Maßgeblich für die Höhe der Vergütung ist der Monat der Inbetriebnahme, nicht der Zeitpunkt der Bestellung.
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch
Mit Batteriespeicher lässt sich Tagesstrom auch abends nutzen. Das erhöht den Eigenverbrauch, erhöht aber auch die Investition.
Für die Bewertung zählt der Jahres- und Lebenszeitraum
Nicht einzelne Monate, sondern die Gesamtbilanz über die lange Lebensdauer der Anlage entscheidet über die Wirtschaftlichkeit.
Für Dachanlagen bis 10 kWp mit Inbetriebnahme ab dem 1. August 2026 liegt die Einspeisevergütung bei 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung. Für Anlagenteile über 10 kWp gelten niedrigere, gestaffelte Sätze. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Inbetriebnahme; der Satz bleibt dann 20 Jahre fest.
Selbst genutzter Solarstrom ersetzt den vollen Haushaltsstrompreis. Dieser liegt deutlich über der Einspeisevergütung. Deshalb ist jede selbst verbrauchte Kilowattstunde wirtschaftlich mehr wert als eine eingespeiste. Ein hoher Eigenverbrauch verbessert die Wirtschaftlichkeit einer Anlage spürbar.
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, indem er Tagesstrom für die Abendstunden verfügbar macht. Er erhöht aber auch die Investition und verlängert damit tendenziell die Amortisationszeit. Ob sich ein Speicher rechnet, hängt vom individuellen Verbrauchsprofil ab.
Ja. Norddeutschland liegt bei der jährlichen Sonneneinstrahlung in der Größenordnung von etwa 15 bis 20 Prozent unter süddeutschen Spitzenlagen. Dennoch erreichen PV-Anlagen auch hier wirtschaftlich attraktive Erträge. Entscheidend sind Ausrichtung, Neigung und Verschattung des konkreten Dachs.
Photovoltaik lohnt sich auch 2026 – allerdings vor allem über einen hohen Eigenverbrauch statt über die Einspeisevergütung. Wer viel selbst erzeugten Strom direkt nutzt, spart den vollen Strompreis und macht sich unabhängiger von Preissteigerungen. Für eine belastbare Einschätzung Ihrer konkreten Situation rechnen wir gern gemeinsam mit Ihnen. Nutzen Sie auch unseren PV-Rechner auf der Website für eine erste Orientierung.

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